Schlüsselzonenmassage – die ganzheitliche Marnitz-Therapie

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Bei der Marnitz-Therapie handelt es sich um eine ganzheitliche Reflexzonen- bzw. Schlüsselzonenmassage. Bei dieser Schlüsselzonenmassage steht nicht die Beseitigung eines Defektes am Entstehungsort im Vordergrund, sondern die Berücksichtigung von Zusammenhängen in einer ganzheitlichen Therapie. Es ist erwiesen, dass viele Symptome und Ursachen von Erkrankungen oft an einer ganz anderen Körperstelle ihren Ursprung haben.

Behandlung von Symptomen durch Reizausbreitung

Um dem Patienten auf der Massageliege helfen zu können und lindernd bzw. heilend einwirken zu können, müssen die Wege der Reizausbreitung sowie “stumme” Erkrankungszonen beachtet werden. Entsprechend vergrößert sich in der Regel automatisch der Bereich des Körpers, an dem eine Behandlung durchgeführt werden sollte. Dr. Marnitz, der Erfinder der Marnitz-Therapie, hat herausgefunden, dass bei jedem Menschen sogenannte Schlüsselzonen an genau den gleichen Körperstellen vorhanden sind. Von diesen Schlüsselzonen aus, können andere Bereiche des Körpers beeinflusst werden und zwar in einer bestimmten Reihenfolge und Richtung. Wenn der primäre Krankheitsherd schwer erreichbar ist, so kann dieser über die Schlüsselzonen trotzdem beeinflusst werden.

Wie sieht die Marnitz-Therapie aus?

Gezielte Massagen und manualtherapeutische Maßnahmen werden in der Marnitz-Therapie kombiniert. Es handelt sich bei der Schlüsselzonenmassage immer um ein ganzheitliches Behandlungskonzept der Reflexzonentherapie. Die Schlüsselzonenmassage setzt dabei nicht an der Körperstelle, an der sich die aktuelle Störung bzw. die Symptome zeigen, sondern in der damit korrespondierenden Reizzone im zugehörigen Körperabschnitt, an. Vor dem Beginn einer Marnitz-Therapie sollte natürlich ein entsprechender ärztlicher Befund vorliegen, wobei ein Teil des Befundes sich erst während der Therapie herauskristallisieren kann.

Wann findet die Schlüsselzonenmassage Anwendung?

Vor allem für akute und chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates eignet sich die Marnitz-Therapie. Besonders in Fällen, in denen eine Läsion für die Erkrankung verantwortlich gemacht werden kann, oder wenn Ödeme, cardiale Probleme oder Hypertonie zu befürchten sind, kann die Schlüsselzonenmassage eine gute Alternative sein. Doch auch bei organischen, funktionellen Störungen und Beschwerden zeigen sich positive Wirkungen.

Schlüsselzonenmassage – Grifftechniken in der Marnitz-Therapie

Die Schlüsselzonenmassage erfolgt in kleinflächigen, gezielten Griffen. Dabei können durchaus klassische Massagegriffe entsprechend abgewandelt angewandt werden. Durch einen entsprechenden Verweildruck und eine tiefe Friktion werden Reize in den erkrankten Körperbereich ausgesandt. In der Schlüsselzonenmassage werden folgende Massagegriffe eingesetzt:

  • – Querfriktion am Ansatz der Sehnen an der Knochenhaut oder am Übergang vom Muskel zur Sehne
  • – Geldzählergriff
  • – Flachzangengriff
  • – Zitronengriff
  • – Krallengriff
  • – Kreuzgriff
  • – Abrollgriff
  • – Funktionsmassagegriff
  • – Sägegriff

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Therapieansätze der Marnitz-Therapie

Die Schlüsselzonenmassage kommt in der Regel ohne ein Gleitmittel aus. Zudem erfolgt keine Verschiebung der Haut. Die Schlüsselzonen werden durch passive Durchbewegungen, Kompression, Traktion, Gleiten, Rollen, Dehnungen, Weichteiltechniken, Schüttelungen und Vibrationen stimuliert. Da Gewebsschädigungen häufig die vegetativen Nervenimpulse gestört werden, entstehen krankhafte Veränderungen wie Ödembildung, Verschwartung des Bindegewebes, Verkürzung der Muskulatur, Durchblutungsstörungen, spontane Bewegungsschmerzen, zeitweilige Lähmungen, Sensibilitätsstörungen und Fibrosierungen. Da zwischen diesen Veränderungen und den Schlüsselzonen eine nervliche Verbindung besteht, können Reize von anderen Köperstellen in die Erkrankungsregion gesandt werden. Da das vegetative Netz alle Regionen des Körpers durchzieht, ist jeder Körperbereich durch diese Leitungen mit den anderen Körperbereichen verbunden und kann entsprechend von Schlüsselreizen erreicht und beeinflusst werden.